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2009

Presse > Main-Post

Angler melden einen Fang von über sechs Tonnen Fisch
Jahrtag der Fischerzunft Gemünden
Die turnusmäßigen Neuwahlen beim Jahrtag der Gemündener Fischerzunft brachten keine Veränderung der Führungsmannschaft. Vorsitzender Thomas Hartmann wurde in seinem Amt für die nächsten drei Jahre bestätigt, ebenso sein Stellvertreter Winfried Roth, die Kassenwartin Petra Heurung, sowie die Beisitzer Karin Roth und Elke Irache.

Foto:Ferdinand Heiligenthal
Zunftobermeister Thomas Hartmann (rechts) nahm
Jan-Patrick Heurung als Jungmeister in die Gemündener Fischerzunft auf.

Als 27. Angehöriger der traditionsreichen Zunft wurde Jan-Patrick Heurung als aktives Mitglied aufgenommen. Er wird ein Jahr als Jungmeister geführt und kann dann zum Fischermeister ernannt werden. Außerdem wurden Elke Irache und Petra Heurung für über 25 Jahre Mitgliedschaft, Dr. Anton Brimer und Pfarrer Josef Kohl für 30 Jahre sowie Peter Wolfrum für 40, Ernst Krenig für 45 und Siegfried Roth für 60 Jahre Zunftzugehörigkeit geehrt.
Mit dem Zug vom Herbergslokal "Zum Koppen" zur Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul begann zu den Klängen der Fischertrachtenkapelle unter Leitung von Albin Schäfer der Jahrtag der traditionsreichen Zunft. Meist in Fischertracht marschierten die Musikanten, Fahnenträger, Herbergswirtin, Bürgermeister Georg Ondrasch und als jüngstes Zunftmitglied die Kerzenträgerin Michaela Rüth zur Kirche. Pfarrer Arkadius Kycia und Diakon Heribert Ranff zelebrierten die Euraristiefeier, die ebenfalls von der Musikkapelle mitgestaltet wurde.
Zum Ende des Zunfttages erläuterte Hartmann bei einem Pressegespräch die Aktivität der Gemeinschaft. Man habe sich wie jedes Jahr an der Aktion "Saubere Landschaft" beteiligt, allerdings könne man nicht immer an dem von der Stadt empfohlenen Termin mitmachen, weil man auf Hochwasser achten müsse. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, am Saalemusicum und an einem Fischerstechen der Zünfte in Dorfprozelten waren weitere Punkte im Jahresprogramm. Mit Stolz verwies Hartmann darauf, dass man in Dorfprozelten einen zweiten Platz errungen hatte.
Der Zunftobermeister gab außerdem den Beschluss der Versammlung bekannt, für die Jugendförderung der Stadtjugendpflege und der Gemündener Jugendfeuerwehr jeweils einen Betrag von 300 Euro zu spenden. Eine weitere gute Nachricht sei, dass die Angelkartengebühren im laufenden Jahr gleich bleiben. Der Trend gehe eindeutig weg von der Jahreskarte hin zu Monats- Wochen- oder Tageskarten. Hartmann sieht einen Grund darin, dass viele Petrijünger den Betrag für die Jahreskarte nicht mehr auf einmal bezahlen können und daher lieber mehrere Monatskarten kaufen, obwohl die in der Summe dann teuerer sind.
Seit für jedes an die Angler ausgegebene Fangbuch fünf Euro Pfand erhoben wird, habe sich der Rücklauf merklich gebessert. Aus den Aufzeichnungen lassen sich wichtige Rückschlüsse ziehen, die dann auch als Grundlage für den Neubesatz dienen.
Im vergangenen Jahr wurden 807 Aale gefangen was einem Gesamtgewicht von 326 Kilogramm entspricht, außerdem drei Aalande, 15 Forellen, 159 Barben (304 Kilogramm), 417 Barsche, 594 Brachsen (750 Kilogramm), 57 Döbel, 653 Grundeln, 132 Hechte (438 Kilogramm), 360 Karpfen (1539 Kilogramm), 18 Rapfen, 21 Lauben, 36 Nasen, 1342 Rotaugen (462 Kilogramm), 399 Rotfedern, 33 Schleien, 48 Welse (373 Kilogramm), und 366 Zander (1255 Kilogramm). Die gesamte Fangmenge entsprach einem Gewicht von über sechs Tonnen.
Dabei waren als kapitalste Fische eine Barbe mit 6,2 Kilo, ein Hecht mit 7,5 Kilo, ein Karpfen mit 18 Kilo, ein Wels mit 15 Kilo und ein Zander mit elf Kilo verzeichnet. Probleme bereite immer mehr der Aal, erklärte Hartmann. Die Turbinen der Wasserkraftwerke und die verstärkte Schifffahrt lassen den Bestand des Wanderfischs weiter schrumpfen. Um den dramatischen Rückgang zu mindern, denke der Verband an weitere Schutzmaßnahmen. Auch der räuberische Wels schade nach wie vor dem ausgewogenen Fischbestand.
Ohne den laufenden Besatz wäre es um den Fischbestand schlecht bestellt, weil der hohe Wellenschlag der großen Schiffe sogar in Schilfgürteln keine nennenswerte natürliche Vermehrung mehr zulasse. Der Fischlaich wird nach oben gespült und vertrocknet, erläuterte Hartmann die Schwierigkeiten den Fischbestand mit 18 Arten in Main und Saale zu erhalten.
Besatzmaßnahmen
Mit den Einnahmen aus dem Angelkartenverkauf wurden umfangreiche Besatzmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt investierte die Fischerzunft Gemünden dafür 19 842 Euro, dazu kamen 7869 Euro aus dem Topf der staatlichen Zuweisungen für den Mainausbau und die finanziellen Entschädigungen des Kraftwerkbetreibers Eon. Im einzelnen wurden 162 Kilogramm Jungaale, 4600 Stück Forellen, 6053 Hechte, 890 Kilogramm Karpfen, 714 Nasen, 376 Kilo Rotaugen, 214 Rutten, 257 Kilo Schleien und 7800 Zander in Main und Saale eingesetzt.
Von Main-Post Redaktionsmitglied Ferdinand Heilgenthal

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