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2010

Presse > Main-Echo

Fänge um 30 Prozent zurückgegangen
Minus wird dem Kormoran angelastet - Weniger Tageskarten verkauft - Umfangreiche Besatzmaßnahmen

Foto:Lothar Fuchs
Begleitet von der Fischertrachtenkapelle unter Leitung von Albin Schäfer zogen die Mitglieder der Fischerzunft mit der Zunftfahne in die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul ein. Die Zunftkerze trug Jan Heurung.

Ihren 443. Jahrestag feierte die Fischerzunft Gemünden, die erstmals 1567 erwähnt wurde, am Samstag. Sie ist eine der ältesten Zünfte in der Region. Noch im 18. Jahrhundert war die Fischerzunft Gemünden mit rund 30 Fischern der stärkste Handwerkerzweig.
Gemäß der alten Zunftordnung findet jeden dritten Samstag im Januar der Jahrtag statt.

Auch diesmal zogen die Fischer vom Zunftlokal Zum Koppen in die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Dort zelebrierten Pfarrer Arkadius Kycia und Diakon Heribert Ranff die Messfeier.

Zur anschließenden Hauptversammlung im Zunftlokal begrüßte Obermeister Thomas Hartmann Bürgermeister Georg Ondrasch als Vertreter der Stadt Gemünden. Im Rechenschaftsbericht ging Hartmann auf die Aktivitäten der Zunft ein, die voriges Jahr an den Unterfränkischen Kulturtagen mit der Bereitstellung der Schelche und am Saalemusicum beteiligt war.

Finanzielle Zuwendungen von je 300 Euro erhielten die Stadtjugendpflege sowie die Feuerwehr Gemünden.

Für dieses Jahr sind Zuwendungen für das Kreisseniorenzentrum und die Hochwasserhilfe vorgesehen.

Hartmann erläuterte ferner die Entwicklung des Angelkartenverkaufs. Bei den Wochen-, Monats-, und Jahreskarten sind leichte Zuwächse zu verzeichnen, ein massiver Rückgang bei den Tageskarten. Im Vergleich zum Vorjahr etwa zwölf Prozent weniger, was Hartmann mit dem allgemeinen Sparverhalten begründete.
Für 13,5 Flusskilometer des Mains und 2,9 Flusskilometer der Fränkischen Saale wurden Besatzmaßnahmen für rund 20 500 Euro aus eigenen Mitteln finanziert, 8000 Euro wurden aus Entschädigungsgeldern gezahlt. Damit wurden 1000 Kilogramm Rotaugen, 200 Kilogramm Karpfen, 67 Kilogramm Aal, 103 Kilogramm Schleien sowie 8200 Hechte und 18 000 Zander eingesetzt.

17 Fischarten gezählt

Durch Angler wurden 4,1 Tonnen Fisch gefangen. Insgesamt wurden 17 Fischarten in den Gewässern gezählt. Zu den größten Fischen zählte ein Karpfen mit zwölf Kilogramm, ein Zander mit 10,8 Kilogramm und eine Barbe mit 4,3 Kilogramm. Als bedauerlich bezeichnete Obermeister Hartmann den Rückgang der Fangergebnisse um 30 Prozent gegenüber 2008, was den Kormoranen angelastet wird.
Gegen drei Schwarzangler wurde Anzeige erstattet.

Vom Main-Echo Redaktionsmitglied Lothar Fuchs

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