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2013

Presse > Main-Echo

Noch 17 aktive Mitglieder in der ältesten Gilde Gemündens
Fischerzunft: Vor 446 Jahren gegründet - Barsche als natürliche Feinde der laichfressenden Grundeln - Fünf Anzeigen gegen Schwarzangler
Zu einem ungeliebten Fisch des Mains sind seit Jahren die Schwarzmeergrundeln geworden. Sie wurden durch Schiffe eingeschleppt und sind mittlerweile zu einer Plage für die Fauna der Gewässer geworden. Grundeln fressen mit Vorliebe Fischlaich und sind damit eine der Arten geworden, die Angler und Fischer nicht gerne sehen. Sie sind stark auf dem Vormarsch und vermehren sich schnell.
Stabile Angelkartenpreise
Anlässlich des Jahrtages, der traditionell auf den dritten Samstag im Januar fällt, fand die nicht öffentliche Zunftversammlung zum 446. Treffen statt. Hinterher gab es wie üblich eine Pressekonferenz im Hotel "Zum Koppen". Laut Aussage des Obermeisters der Fischerzunft Gemünden Thomas Hartmann, der zugleich Vizepräsident des Fischereiverbandes Unterfranken ist, hat die Grundel einen natürlichen Fressfeind gefunden: Barsche haben Grundeln als Delikatesse für ihren Speiseplan entdeckt. Das hat die Zunft veranlasst, 330 Kilogramm ausgewachsene Barsche mit einem Gesamtwert von 4200 Euro zur Bejagung der Grundeln einzubringen. Wie Hartmann berichtete, seien die Angelkartenpreise stabil geblieben; ein leichter Rückgang bei den Kartenausgaben sei zu verzeichnen. Als erfreulich wertete Hartmann das Plus von 63 Prozent beim Verkauf von Monatskarten anzusehen, hingegen sei der Tageskartenverkauf rückläufig. Im letzten Jahr wurden 19 Fischarten von Fischern und Anglern gefangen. Als Rarität bezeichnet Hartmann, dass er letzte Woche einen 1,60 Meter langen Stör begutachten konnte, den ein Angler gefangen hatte. Danach wurde der seltene Fisch zurückgesetzt. Es mussten, so Hartmann, gegen fünf Schwarzangler Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Fischereigesetz gestellt werden.
Der Fischerzunft Gemünden gehören derzeit 17 aktive Mitglieder an, die damit auch das Fischereirecht der Zunft nutzen können. Im vergangenen Jahr sind zwei Mitglieder verstorben. Die Zunft nahm am Zunftstechen in Randersacker teil, mit Fahnenabordnungen bei kirchlichen und öffentlichen Anlässen, an der Aktion "Saubere Landschaft" und am Saale-Musicum teil. 15 Arbeitseinsätze für Fischbesatz mit Karpfen, Hecht, Zander, Aal, Barsch, Nasen, Bachforellen, Rotaugen, 1,4 Tonnen Brachsen und Rutten, einer alten heimischen Art, standen auf dem Jahresprogramm. Auch in diesem Jahr ist die Fischerzunft wieder mit Spenden aktiv. Es erhalten der KSC Gemünden und der PSV Langenprozelten für die Jugendarbeit je 300 Euro für Schwimmwesten, so Hartmann. Zu Beginn des Jahrtags hatten sich die Mitglieder getroffen, um in Begleitung der Fischertrachtenkapelle in die Stadtpfarrkirche zu ziehen. Dort fand ein Festgottesdienst mit Totenehrung statt, der von Pfarrer Arkadius Kycia und Diakon Heribert Ranff gehalten wurde. Lothar Fuchs

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