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2015

Presse > Main-Echo

Junge Fische im Wert von fast 30000 Euro eingesetzt
Fischerzunft: Weniger Kormorane in der Mainregion
Zum 448. Mal veranstaltete am Wochenende die Fischerzunft Gemünden ihren Jahrtag. Tradi-tionell zogen 26 der insgesamt 33 Mitglieder am Samstagmorgen angeführt von der Fischer-trachtenkapelle im feierlichen Festzug vom Hotel "Koppen" zum Gottesdienst in die Stadtp-farrkirche Peter und Paul. Traditionell wurde der Jahrtag anschließend im "Koppen" "hinter verschlossenen Türen" begangen.

Wer die Fischerzunft für ein Relikt vergangener Jahrhunderte mit musealem Charakter hält, täuscht sich gewaltig. Die Wichtigkeit der Zunft stellte Obermeister und Vorsitzender Thomas Hartmann in einem Pressegespräch im Anschluss an der Jahresversammlung dar.
So hat die Zunft insgesamt zwölf Besatzmaßnahmen in Main und Fränkischer Saale vorgenommen. In der Hauptsache waren es Forellen, Hechte, Zander, Barsche und Aale. Dafür brachte die Fischerzunft 16 663 Euro aus Eigenmitteln auf. Hinzu kamen Besatzmaßnahmen, die aus dem Entschädigungsfond bezahlt wurden. Diese beliefen sich auf 12 210 Euro, so dass im Vorjahr junge Fische im Wert von 29073 Euro eingesetzt wurden.
Vier "Schwarzangler" erwischt
"Das Geschäft mit den Angelkarten lief sehr gut, sonst hätten wir diese Besatzmaßnahmen nicht vornehmen können", berichtete Thomas Hartmann. Ihr Umsatz hat um rund zehn Prozent zugenommen, wobei der Trend zu Jahres- oder Monatskarten hingeht. Trotzdem wurden noch 680 Tageskarten abgesetzt. Die Preise bleiben auch in diesem Jahr stabil, lautet die erfreuliche Nachricht an die Angelfreunde. Jedoch wurden auch vier Angler angetroffen, die sich die Kartengebühr sparen wollten und als "Schwarzangler" vom Aufsichtspersonal der Fischerzunft angezeigt wurden.
Ganz ohne Angelschein gehen auch die Kormorane auf Fischfang. "Das ist seit Jahren ein Thema", so Obermeister Hartmann. Rund 500 Gramm Fisch verspeist ein Kormoran am Tag. "Ein Kilogramm Besatz kostet uns etwa acht Euro", erklärte Hartmann. Damit kostet die "tägliche Fütterung" eines Kormorans vier Euro. Im Einklang mit den Behörden soll der "Raubfischer" durch eine gezielte Bejagung vergrämt werden. Durch den milden Winter sind allerdings nicht so viele Kormorane wie sonst in die Mainregion gekommen und lieber in ihren Sommerquartieren geblieben.
Ein weiteres Übel bildet seit ein paar Jahren die Schwarzmeergrundel, die sich immer mehr ausbreitet. Dies zeigte auch ein Blick in die Auswertung von 210 Fangberichten, die von den Anglern zurückgegeben wurden. 8096 Grundeln wurden im Vorjahr gefangen. Im Jahr 2013 waren es nur 1104. "Barsch, Hecht und auch der Zander haben sich gut auf die Schwarzmeergrundel eingestellt", berichtete Thomas Hartmann. Darum erhielt der Barsch auch eine Schonzeit, die vom 1. Februar bis 30. April gilt.
Wahlen und Ehrungen
Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderungen. Thomas Hartmann, der das Amt des ersten Vorsitzenden bereits seit zwölf Jahren ausübt, bleibt auch weiter an der Spitze. Sein Stellvertreter bleibt Winfried Roth, während die Kasse von Petra Heurung verwaltet wird.
Geehrt wurden Winfried Roth und Horst Hartmann, die der Zunft bereits seit 40 Jahren angehören. Seit 30 Jahren sind Matthias Roth, Birgit Hartmann und Thomas Hartmann dabei. Mit der Ehrennadel in Silber wurden Michaela Rüth und Juan
Irache für 25 Jahre ausgezeichnet. Neu in die Fischerzunft aufgenommen wurde Thomas Roth. Herbert Hausmann

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