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Presse > Main-Echo

Große Brocken aus Main, Sinn und Saale geholt

Fischer: Gemündener Zunft feiert 450-jähriges Bestehen - Verstöße gegen Fischereigesetz nehmen zu

Foto:Lothar Fuchs
Die Fischertrachtenkapelle unter Leitung von Albin Schäfer führte traditionell den Festzug der Fischerzunft auf ihrem Weg zur Stadtpfarrkirche an.

Der größte Fisch der Gemündener kann sich sehen lassen: Einen 30 Kilogramm-Wels hat ein Mitglied der Fischerzunft 2016 geangelt. Der größte Hecht war immerhin einen Meter lang und 9,5 Kilogramm schwer. In einem Pressetermin erläuterte Zunftobermeister Thomas Hartmann die Besatz- und Fangergebnisse des vergangenen Jahres.
Insgesamt umrden 2600 Kilogramm Fisch in 22 Arten geangelt. Allerdings ist dies das Ergebnis von nur etwa 30 Prozent aller ausgewerteten Angelkarten, da die restlichen noch nicht zurückgelaufen sind.

Nahrungskette ändert sich

Rund 22 500 Euro wurden an Besatzmaßnahmen im 12,5 Kilometer langen Fischwasser Main und auf einem Abschnitt von drei Kilometern auf der Saale, vorwiegend mit Aal, Barsch, Hecht, Karpfen, Rutte, Zander und Nerfling aufgewendet. Interessant dabei ist, dass sich die Nahrungskette bei den Raubfischen, wie Barsch, Hecht und Zander geändert hat. Sie fressen jetzt die ungeliebten Grundeln und nehmen dabei stärker als normal zu.
30 600 Euro wendete die Fischerzunft im vergangenen Jahr für Hege- und Pflegemaßnahmen auf. Seit Juni 2015 ist Thomas Hartmann Interimspräsident des Fischereiverbandes Unterfranken, die Wahl findet im kommenden März statt. Zunehmend werden Vergehen gegen das Fischereigesetz beobachtet. Im vergangenen Jahr wurden zehn Angler wegen verschiedener Delikte angezeigt. In diesem Zusammenhang bedauerte Hartmann, dass alle Verfahren von der Staatsanwaltschaft Würzburg mit der Begründung »Kein öffentliches Interesse« eingestellt wurden. den. Fünf Angler wurden von der Fischerzunft wegen Uberschreitung der Eigenbedarfsmengen und widerrechtlichem Befahren von Uferflächen gesperrt. Derzeit laufen Wasserrechtsverfahren wegen der Ertüchtigung der Mainbrücke und wegen des anstehenden Fährbetriebs. In diesem Zusammenhang umrden von der Fischerzunft Entschädigungsmaßnahmen gefordert, da davon aus-zugehen ist, dass beide Maßnahmen die Fauna und Flora des Mains verändern, sowie einen drastischen Rückgang an Anglern mit sich bringen. Während der Verkauf von Tagesangelkarten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gesunken ist, besteht bei Jahreskarten eine gute Nachfrage.


Eigener Raum im Schloss

Im Huttenschloss wird für die Zunft ein »Raum der Fischer« entstehen, der auf die Geschichte der Gemündener Zunft eingeht. Dieser Raum in Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten »450 Jahre Fischerzunft Gemünden« der Öffentlichkeit vorgestellt. Eröffnet wird die Feier anlässlich des Heimatfestes Gemünden mit einem Festzug und Festakt in der Scherenberghälle am 2. Juli.
Eine Messfeier für lebende und verstorbene Angehörige der Fischerzunft Gemünden zelebrierten Pfarrer Richard Englert und Diakon Heribert Ranff am Samstag in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Die Mitglieder der Zunft, darunter Zunftobermeister Thomas Hartmann und Herbergswirtin Jutta Richter marschierten zuvor im Zuge mit Bürgermeister Jürgen Lippert unter Begleitung der Fischertrachtenkapelle (Leitung Albin Schäfer) durch die Obertorstraße in das Gotteshaus.  laf





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