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2017

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Fischerzunft Gemünden feiert das 450-jährige Bestehen

Foto:Ferdinand Heiligenthal
Im Gleichschritt: Zu den Klängen der Fischertrachtenkapelle marschieren am Jahrtag die Mitglieder der Fischerzunft zur Kirche.

Mit dem Kirchgang von der Zunftherberge „Gasthof Hotel Koppen" zur Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul begann der Jahrtag der Gemündener Fischerzunft auch im 450. Jahr ihres Bestehens. Zu den Klängen der Fischertrachtenkapelle des Vereins zur Förderung der Volksmusik (Leitung Albin Schäfer) marschierten die Zunftmitglieder mit Fahne und in Tracht mit Bürgermeister Jürgen Lippert und Herbergswirtin Jutta Richter zum Gottesdienst, den Pfarrer Richard Englert mit Diakon Heribert Ranff hielt.
Gestaltung der Feier stellt Herausforderung dar
Das Jahr 2017 stehe ganz im Zeichen des Jubiläums 450 Jahre Fischerzunft, teilte Zunftobermeister Thomas Hartmann im Pressegespräch mit. Es sei für die Zunftmitglieder eine große Herausforderung, was die Organisation und Gestaltung der Festtage betreffe, die beim Heimatfest am Patrozinium St. Peter und Paul am 29. Juni bis zum Fischerstechen am Sonntag, 2. Juli, im Kalender stehen. Schirmherr ist Bürgermeister Lippert. Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten werde man voraussichtlich zum Abschluss des Saale-Musicums den für die Fischerzunft vorgesehenen Raum im Huttenschloss präsentieren können. Die Exponate dazu werden derzeit noch zusammengetragen und sortiert.
Arbeiten an der Mainbrücker bringen Einschränkungen mit
Hartmann, seit Juni 2016 auch geschäftsführender Präsident des Fischereiverbandes Unterfranken, wies auf die Einschränkungen und Behinderungen hin, die die Fischerzunft wegen der Ertüchtigung der Mainbrücke hinnehmen muss. Als Träger öffentlicher Belange war sie am wasserrechtlichen Verfahren formell beteiligt.
Im Detail seien die geforderten Ausgleichsmaßnahmen für die wegen der Bauarbeiten in Gemünden und für den Fährbetrieb in Hofstetten und Langenprozelten verursachten Eingriffe noch nicht bestätigt worden, weil noch nicht alle Bescheide ergangen seien. Die Zunft warte auf einen Termin des Landratsamts zur Erläuterung der Entschädigungen beziehungsweise der Ersatzmaßnahmen. Ein weiteres Problem stelle die Brückensperrung für die Angler dar, die auf der linksmainischen Seite fischen wollen. „Das ist die Hälfte unseres 12,5 Kilometer langen Fischwassers am Main", sagt Hartmann. Im Sommer, wenn in den Abendstunden das Angeln attraktiv sei, verkehre die Fähre nicht. Das könne sich spürbar auf die Ausgabe von Angelkarten auswirken. Die Preise für diese wurden nicht verändert.
574 Barsche mit Gesamtgewicht von 280 Kilo gefangen
Mit einem Blick in die Statistik informierte Hartmann, dass nach Auswertung der an die Angler ausgegebenen Fangbücher, die trotz Pfanderhebung nur zu einem Drittel wieder abgegeben wurden, bei den Fängen insgesamt 22 Fischarten verzeichnet sind. Bemerkenswert seien dabei 574 Barsche mit einem Gesamtgewicht von 280 Kilo. Außerdem gingen 30 Welse, 116 Hechte, 294 Zander und 405 Aale an den Haken. Bei den 180 Karpfen wog das größte gemeldete Exemplar 16 Kilo. Positiv sei, dass nach dem Barsch auch die anderen Raubfische die eingeschleppte Schwarzmeergrundel als Nahrung aufnahmen.
Bedauerlich sei, dass die Justiz angezeigte gesetzliche Verstöße wegen Fischwilderei und Tierschutzvergehen oft nicht beachte, berichtet Hartmann. „Wir haben fünf Fischereiaufseher im Dienst, die engagiert gegen Gesetzesvergehen vorgehen." Die Polizei sei auch an Wochenenden schnell vor Ort, protokolliere die Rechtsverstöße aufwendig und trotzdem würden die Täter meistens nicht bestraft. Die Staatsanwaltschaft Würzburg stelle die Ermittlungen oft mit der Begründung ein, dass kein öffentliches Interesse bestehe.
Zunft investiert 22 500 Euro für Besatz
Beim Besatz gebe es keine grundlegenden Änderungen gegenüber den Vorjahren, erklärte Hartmann. 22 500 Euro investiere die Zunft, 8100 Euro kämen vom Fischereiverband Unterfranken aus verwaltetem Fördergeld. Darin sind Entschädigungen der Kraftwerksbetreiber enthalten. Insgesamt fanden für den Besatz 17 Arbeitseinsätze statt.

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